An definierten Abständen zur Bordsteinkante erfassen wir maximale Pegel beim Anfahren, Bremsen und Türbetrieb. E-Busse zeigen hier regelmäßig Reduktionen zwischen vier und sieben Dezibel. Zusätzlich werten wir Tonalität und Rauigkeit aus, weil schrille Lüfterspitzen subjektiv stärker stören als breites Rauschen.
Über Tage und Wochen loggen autonome Messgeräte entlang der Route, getrennt nach Tages- und Nachtzeit. So entsteht ein realistisches Bild typischer Belastungen. Mit Ereigniserkennung markieren wir Busvorbeifahrten, vergleichen Diesel- und Elektroabschnitte und vermeiden Verzerrungen durch Bauarbeiten, Sirenen oder außergewöhnliche Stausituationen.
Gerade an Haltestellen machen sich Unterschiede bemerkbar: Das hochdrehende Dieselgeräusch entfällt, Gespräche bleiben verständlich, und Fahreransagen müssen seltener wiederholt werden. Messreihen zeigen Reduktionen der Spitzenpegel um bis zu sieben Dezibel, was sich im Alltag wie deutlich entspannterer Raum anfühlt.
Zwischen dreißig und fünfzig Stundenkilometern ist Rollgeräusch prägend. Deshalb bringen glatter Asphalt, saubere Fahrbahnen und hochwertige Reifen oft mehr als jede Antriebsänderung. Wir bündeln Good-Practice-Beispiele, zeigen Pegelgewinne je nach Belag und erklären, weshalb regelmäßige Reinigung akustisch unterschätzte Wunder bewirkt.
E-Busse nutzen bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten häufig akustische Warnsysteme, damit Fußgängerinnen und Radfahrende sie rechtzeitig wahrnehmen. Wir prüfen Spektren, Lautstärke und Richtung der Signale, suchen ausgewogene Einstellungen und verhindern, dass Sicherheit auf Kosten der Lebensqualität oder Barrierefreiheit geht.